Sunday, March 30, 2008



Tübinger Mayday!Parade für Globale Soziale Rechte 18:00 (Panzerhalle/Französisches Viertel)


Mayday!Parade für Globale Soziale Rechte

Highlights: Musik- und Themenwägen, Theater und Performances
Mayday!Parade für Globale Soziale Rechte in Tübingen
Mittwoch, 30. April 2008, Beginn 18 Uhr Panzerhalle/Französisches Viertel


Auch in diesem Jahr findet in Tübingen am Abend zum 1. Mai die Mayday!Parade für globale soziale Rechte statt.

Beginn ist um 18 Uhr bei der Panzerhalle im Französischen Viertel, von dort zieht die Parade mit Musik- und Themenwägen, Theater und Performances über verschiedene Stationen durch die Südstadt in die Tübinger Altstadt, wo um 22 Uhr der Abschluss auf dem Haagtorplatz sein wird.

Die Parade ist inspiriert von den politischen Ursprüngen des Karneval, von selbstorganisierten, kritischen Raves und Partys, von den bunten Protesten der globalisierungskritischen Bewegungen und den Gipfelprotesten der letzten Jahre. Und von den Euro-Mayday-Paraden (siehe http://www.euromayday.org)
bei denen in vielen europäischen Städten seit 2001 zum 1. Mai nicht nur die „klassischen ArbeiterInnen“ auf die Straße gehen, sondern viele, die auf ganz unterschiedliche Art von Prekarisierung und unsicheren Arbeits- und Lebensverhältnissen betroffen sind.

Die Parade fordert Soziale Rechte für alle Menschen weltweit und wird mit Musik- und Themenwägen, Theater, Performances, sowie Redebeiträgen zeigen: Eine andere Welt ist möglich!

Es beteiligen sich zahlreiche Tübinger kulturelle und politische Initiativen und Einzelpersonen mit eigenen Beiträgen an der Parade.

Der ausführliche Aufruf zur Mayday-Parade findet sich unter:
http://tuebingermaydayparade.twoday.net/stories/4632688/

Berichte und Fotos von der letztjährigen Tübinger Mayday.Parade unter:
http://germany.indymedia.org/2007/05/175163.shtml und
http://germany.indymedia.org/2007/05/175185.shtml

Aktuelle Informationen sowie Angaben über die diesjährigen Beiträge und beteiligten Gruppen werden in den kommenden Wochen veröffentlicht unter:
http://tuebingermaydayparade.twoday.net
freier Eintritt

http://www.mayday.de.am

Saturday, March 29, 2008

Soteria, Psychatrie, Neuroleptika

-- Handlungsspielräume bei akuten psychotischen Phasen
http://www.podcast.de/podcast/1231/VielFalter

Wednesday, March 19, 2008

Bounty Killer

Auftritte von Bounty Killer verhindern” zitiert Verbandssprecher Manfred Bruns einen Brief des Homo-Verbands an die Polizei:
“Wir möchten Sie dringend auffordern, dafür Sorge zu tragen, dass die genannten menschenverachtenden Lieder nicht zur Aufführung kommen und dass der Interpret auf der Bühne keine Aussagen macht, die den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen. Ferner sind wir der Auffassung, dass Interpreten, die solch menschenverachtende, minderheitenfeindliche Inhalte in ihrem Repertoire führen, hierzulande kein Forum geboten werden sollte. Es kann nicht angehen, dass auf deutschen Bühnen von denselben Leuten zu Mord und Totschlag aufgerufen wird, die in Jamaika regelmäßig für eine unvorstellbare Schwulenhatz sorgen. Von Dancehall Bühnen herab sorgen Interpreten wie Bounty Killer für eine Schwulenhatz, der immer wieder (vermeintlich) schwule Männer zum Opfer fallen.”
Zudem hat der LSVD
die Bundesregierung heute aufgefordert, dafür Sorge zutragen, dass Bounty Killer, mit bürgerlichem Namen Rodney Price, geb.12.06.1972, die Einreise nach Deutschland verweigert wird.
Die Veranstalter haben wir aufgefordert, die geplanten Konzerte abzusagen.
Zur Erinnerung:
In seinem Lied “Another level” ruft Bounty Killer offen dazu auf, schwuleMänner zu verbrennen oder zu ertränken. Auch in anderen Songs ruft er zuMord an Schwulen auf.
Uns scheint hier der Tatbestand der öffentlichen Aufforderung zu Straftatengem. § 111 StGB und der Tatbestand der Volksverhetzung gem. § 130 StGBgegeben zu sein, sofern der Auftritt stattfinden und die besagten Songs zurAufführung gebracht werden sollten. Strafbar machen sich in diesem Fall auchdie Veranstalter.
Falls jemand prophylaktisch bei den Veranstaltungsorten nachfragen will, ob sie Hassmusikern tatsächlich ein Forum geben wollen:
Die Konzerte sollen am 27. März im Essener JZE, am 28. März im Münchner Backstage und am 9. April in der Berliner Kulturbrauerei stattfinden.



http://gaywest.wordpress.com/2008/03/18/muss-der-bounty-killer-draussen-bleiben/

Tuesday, March 18, 2008

Thursday, March 13, 2008

Interesting!


http://www.myspace.com/trashedy

Monday, March 10, 2008

Friday, January 25, 2008

Saturday, January 12, 2008

Rocketoire präsentiert:

Free Your Local Radio from the dire straits

From 2009 free radios will indefinitely have to draw on their own meagre reserves. The regional office of communication, which is situated in Stuttgart, is cutting down 50 percent of its base subsidies. In addition to this, these financial means will be defined as project bound bids so that they can be used as steering devices that ultimately weaken the longstanding solidarity between free radio stations in Baden Württemberg. Eventually, the free radios will both be compelled to tend to their dire financial situation, due to the dried out monetary sources, and compete with each other for public funding.
We would be really grateful if you could please support our local radio. We need you so that we can remain independent and keep showing solidarity. For these reasons, we have already drastically reduced the emergency contribution. Thus, people from various walks of life can make a great difference by donating small “noshes”. Our memberships are available for a budget price : 20 Euros a year only.

Free Radio Wüste Welle--soon be fully translated into English

Home / Aktuelles (about in German soon in English)
Über uns
Wochensendeplan (schedule)
Programmhinweise

mithören / nachhören
mitreden (Gästebuch) (guestbook)
mitmachen (join in)
mitentscheiden (your voice counts)

Sendungen (shows)
Projekte (projects)
Praktika (internship)
Workshops

Kontakt (contact us)
Spenden / Förderkreis (make a donation)

2009 geht es den Freien Radios in Baden Württemberg ans Eingemachte!
Die Sockelzuschüsse der Landesanstalt für Kommunikation werden um 50 % gekürzt. Die gekürzten Gelder werden dann nach Vorgaben als Projektgelder ausgeschrieben um die Freien Radios in Baden-Württemberg besser steuern zu können und um die Solidarität unter den freien Radios im Land zu schwächen (Konkurrenz um Projektgelder).
Bitte unterstützt lokales Radio von unten mit einem kleinen Beitrag! Damit wir unabhängig und solidarisch bleiben können. Deshalb haben wir die Solimitgliedschaft deutlich gesenkt, damit viele neue Leute uns mit kleineren Häppchen finanziell unterstützen können. Eine Mitgliedschaft im Förderverein ist jetzt schon ab 20 € im Jahr (gerne auch mehr) möglich.
Damit die Freien Radios frei bleiben!
Most people say Indie and it means nothing

That is different on some of ur shows on our free radio station which is online and available to you.

No promotion agency is in the position to tell us what we should play and we definitely don’t like co- opting dickheads that destroy what makes us happy.

Rocketoire Proudly Presents:

If you would like to get to know more of the hottest, feverish, unsigned, unexpected indie shit of our days, tune in on the following Saturday.

Cambridge Time: 13: OO
Berlin Time: 14 : OO

www.wueste-welle.de

If you face any difficulties with regards to our server don’t hesitate to e-mail me.
Much Loves, Annabell

Ps: this show will be presented by Gerri and Wolfgang who are following the footsteps of John peel.
Gerri and Wolfgan, both Subsound presenters nd Tübingen Undergroud artists, played during the Rockteoire time slot:

The Go Team
Kommando Sonnenmilch
The Fluesies
Lottergirls
Thurston Moore
The Savants (they are looking for singer)
Billy Childish and the musicians of the
Toyotas
State Radio
Dustin's Bar Mitzvah

Monday, December 31, 2007

Two weeks ago-- Playlist:

Jigsaw Jackson
Day For Day
End of A year
Jolly Goods
We Are Tom Jud
Enon
Anthem Red
Handsome Hank and His Lonesome Boys
Gravel Juice
Holidy Fun Club
Two Star Hotel
Clara Luzia
Back Then
Amy Bell: why i am a feminist (spoken words)
Rahela Ferari
Jeanne Spicuzza: SLUTS (spoken words)
Lucid Nation

Leipzig Pop Up

http://www.leipzig-popup.de/

"WAS IST POP UP?
Leipzig Pop Up ist eine Messe mit Diskussionsforen und einem damit
verbundenen Musikfestival in Leipziger Clubs zum Thema Popkultur.
Leipzig Pop Up will vor allem die "independent" agierende Szene im Bereich
Popmusik/-kultur erreichen, also diejenigen Musik-"Macher" und
-"Beobachter", bei denen eine kreative Motivation an erster Stelle steht,
und die so Popmusik in all ihren Formen mit neuen Impulsen zu beleben
vermögen. Das können zum Beispiel Musiker, Labels, Fans, Agenturen, Clubs
oder auch Medien sein.
Leipzig Pop Up soll für diese Kennenlernen und Kommunikation abseits von
"Business" und ohne Abhängigkeit von Größe oder Finanzkraft ermöglichen. So
sollen derzeit weitgehend brachliegende Netzwerk-Strukturen jenseits der
herkömmlichen Musikindustrie belebt, Inhalte über das "Produkt" Popmusik
hinaus wieder attraktiv gemacht, Diskussionen angeregt werden.
Die Preisgestaltung erlaubt auch Low- und No-Budget-Ausstellern eine
Präsentation bei Leipzig Pop Up."

Friday, December 28, 2007

Roctober

Black Punk Time: Blacks in Punk



Die Autoren von Roctober, eines teils on- line stehenden Punk- fanzines aus den USA, versuchen sich an einer Afropunk- Geschichtsschreibung und tragen zur Zeit alle Informationen, die sie bekommen können, zusammen. Den Artikel findet ihr unter folgendem Link:

http://www.roctober.com/roctober/blackpunk1.html
Rocketoire empfiehlt:

Monday, December 10, 2007

Thursday, December 06, 2007

Made In Bangladesh

"Hautnah. Mode - made in Bangladesh (1/2005)

Ein Heft zum Thema Kleidung, die unter katastrophalsten Bedingungen, in Bangladesh hergestellt wird. Hintergrundanalysen und Protestsmöglichkeiten.

Link zur PDF Datei:
http://www.bangladesch.org/
content.php?id=netz&uid=wir_ueber_uns

Monday, December 03, 2007

Thursday, November 29, 2007

Tuesday, November 27, 2007

22.12. 07
FUCK X- Mas party

Myspace.com/activmusicstuttgart
JIMPAZZO.de
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James Spooner sent me a picture after I had sent him an e-mail where I was complaining about a person who claimS such thing as:

All black people love music and WE have got Hip Hop and Soul running through our veins.

Just because there are black people who play punk you can not call it black music. Punks don’t sing about black issues. Don’t even try to convince black people that they COULD listen to Punk because Punk gives them a pain in the neck. Then one guy always addresses me with "girl" -- which is not suitable as I am 26 and girl sounds a bit condescending. I am not addressing him with "boy"-- it really has a racist connotation (I hear the slaves were called boys and that the masters believed that they do not have the guts to rebel)

However, there are a few people who get it that the colour of your skin does not determine your tastes in music.

James:
seems like the black folks you are talking to have a very limited
understanding of what black is. Yes r and b and hip hop are the most
mainstream music marketed to black folks and therefor the most
listened to. but try and tell the kids in this picture that they are
not black or the music they are listening to isn't black.


This pictures is copy- righted. So don´t even think of stealing it.
Konzert in Stuttgart: Lights Out und The Toyotas.
Bessere Bilder gibt es hoffentlich bald. Film muss noch entwickelt werden.

Tuesday, November 20, 2007

Black Rock Coalition

"The Black Rock Coalition was founded in 1985 by guitarist Vernon Reid,
journalist Greg Tate and producer Konda Mason in reaction to the
constrictions that the commercial music industry places on Black artists.

A collective of artists, writers, producers, publicists, activists and
music fans assembled to maximize exposure and provide resources
for Black artists who defy convention. To date, the BRC is the only
national nonprofit organization dedicated to the complete creative freedom
of Black artists."

www.blackrockcoalition.org

Skateboarding Rolls Out of the Suburbs

"Long an activity favored by white kids, skateboarding has surged into mainstream culture on a wave of multimedia appeal. The ESPN X Games are in their 13th season, 3 current shows on MTV feature professional skaters, and sales from the Tony Hawk video game series on Activision have totaled over a billion dollars.

And by infiltrating hip-hop music and urban fashion, the sport has found new popularity among a black demographic that traditionally regarded skating with apprehension, if not scorn."

http://www.nytimes.com/2007/11/11/fashion/11skaters.html?_r=1&ref=style&oref=slogin

Truly Indie Fans

Hier geht es, in der New York Times, um eine der jüngeren medialen Neuentdeckungen: die "Blipster". Eigentlich mag ich den Begriff nicht, da er einen neuen kulturellen Stereotypen-- bei dem es auf die Hautfarbe ankommt--erschafft. Ich hab James Sooner eine E-mail geschrieben:

By the way, have you ever heard the word "blipster" ?
I don´t like the term because it can easily be co- opted and it marks black kids who like to listen to punk. New term, new splinter group. I am afraid that this term will be used to label a sort of identity construction that forces people into the fulfillment of roles.

"As for blipster. Yeah . Its bullshit. Media made slang. no one
actually says that. The writer form the new york times read it
somewhere and despite me telling her she would get tons of backlash
for it she printed it. The media is such crap."


http://www.nytimes.com/2007/01/28/fashion/28Blipsters.html?_r=1&oref=slogin

Wednesday, November 14, 2007

Riot Grrrl Label, South Pole Records, aus Schwäbisch Gmünd. (Trustfanzine #122 / 02-07)


In den unendlichen Weiten des Internets stieß ich, per Zufall auf der verzweifelten Suche nach qualitativ hochwertigen Riot Grrrl Zines (dass in einem idiomatischen Englisch verfasst wurde), auf South Pole Records. Es war ein Link auf der postfeministischen Plattform “http://www.hot-topic.org/riotgrrrl/” der mich auf die noch sehr einfach gehaltene Homepage von Carlos Palacios führte. Jedenfalls schlug mich diese Entdeckung fast vom Stuhl, da das Label in Schwäbisch- Gmünd, also unweit der Landeshauptstadt situiert ist und ich diesen Namen, trotz meiner jahrelangen Sendung beim freien Radio in Tübingen, trotz der Tatsache dass ich seit nunmehr 25 Jahren hier am Fuße der schwäbischen Alb lebe und trotz meines ausgeprägten Interesses am Thema, noch nie gehört hatte. Es war für mich glasklar, dass ich mehr über dieses Label erfahren wollte. Erstrecht, weil es ein Mann ist, der mir meine E-Mail beantwortete und weil ich es immer bedenklich finde, dass es in der Gegend trotz der mehrere jahrzehntealten Punkrocktradition (man nenne nur das Urgestein KGB aus Tübingen, ein Band die unlängst ihren 26 ten Geburtstag gefeiert hat oder das Epplehaus in dem seit circa 30 Jahren Konzerte stattfinden) doch verschwindend wenige Frauenpunkbands gibt.

Aus welcher Stadt kommst du?

Lima in Peru


Wie lange lebst Du schon in Deutschland?


Ich wohne hier jetzt schon seit fast 4 Jahren. Die härteste Zeit stellt immer der Winter dar, erst recht wenn man sich überlegt wie es bei uns in Peru zu dieser Jahreszeit aussieht. Am kältesten Wintertag hatten wir noch immer 22 Grad Ceslsius!!!


Worin liegen die Hauptunterschiede zwischen den städtischen Szenen in den USA und den lokalen Szenen hier?


Ich hab wirklich keine Ahnung, was in den USA abgeht. Zu Lima kann ich nur sagen, dass die Szene ziemlich groß ist. Unter der Woche werden bis zu 7 oder 8 Konzerte angeboten, zu unterschiedlichen Musikstilen.


Was war Deine persönliche Motivation ein Girl Punk Label zu gründen, und treibt diese Dich noch immer voran?


Ich hatte es satt nach Frauenbands zu suchen und fast jede der Bands, die ich gefunden hatte, stammte aus den USA. In Lateinamerika existieren kaum welche und in Europa auch nur ein paar. Hinzu kam noch, dass ich Erfahren darin bin, wie es ist ein Label zu führen denn ich betreibe Entes Anomicos Recs schon fast seit 1996. Ich fand die Vosrstellung cool, vertragslose Bands zu unterstützen und mein ganz eigenes Label zu haben. Die Reaktionen darauf waren umwerfend. So viele Bands wollten Ihre Platten bei und veröffentlichen. Zuerst haben wir zusammen mit einem peruanischen und einem deutschen Label, eine Compilation herausgebracht. Die Platte hieß „Breaking The Boys Club“


Woher stammen deine KünstelerInnen?


Sie kommen aus den USA, aus Argentinien, aus Finnland, und bald wird es eine All- female Band aus Peru geben.

Was sind Dir zufolge die Kernthemen in den Texten deiner Künstler?
Für mich ist es wichtig, dass die Lyrics einerseits Gefühle ausdrücken aber auch gleichzeitig den Respekt vor anderen Sichtweisen. Homophobe und rassistische Scheiße ist natürlich total inakzeptabel.

Inwiefern verkörpern die Texte und der Ton die weibliche Perspektive?


Nun, diese Frage ist leicht zu beantworten. Es ist den Frauen inhärent, dass sie die Welt mit anderen Augen betrachten. Das ist einer der Hauptpunkte, die es sehr interessant machen Frauenbands zu hören. Ich wollte solche Bands mit meinem neuen Label unterstützen.


Kannst du mir ein Beispiel zu der weiblichen Perspektive aus einem Text nennen?


Männer und Frauen haben unterschiedliche Blickwinkel. Ich will nicht behaupten, dass der eine den anderen überlegen ist. Es handelt sich aber dennoch um unterschiedliche Welten. Es gibt ein gutes Beispiel von einer argentinischen Band namens Penadas Por La Ley. Der Text besagt Folgendes: “Männer halten sich für die Stärkeren, aber ich weiß das ich als Frau sogar die Stärke besitze ein Kind zu gebären. Die Jungs behaupten sie seinen mächtiger, aber ich besitze die Fähigkeit der Welt ein weiteres Leben zu schenken“ Als ich so um 1994, in Lateinamerika, diesen Song hörte war ich erstaunt darüber, dass es überhaupt Bands gibt die über so etwas singen würden. Ich war damals bereits sehr an Frauen-Hardcorebands interessiert.


Wie finanzierst Du Deine Bands finanziell wenn sie auf Tour gehen wollen?


Unsere Bands stammen aus unterschiedlichen Ländern. Der Deal mit uns besteht nur darin, dass wir sie soweit es South Pole möglich ist in ihrer Produktion unterstützen wollen. Sie müssen sich um den finanziellen Teil Ihre Touren leider selbst kümmern.


Welche der Bands sind schon in Stuttgart aufgetreten?


Wir wollten eigentlich letztes Jahr, dass die Band „Riots Not Diets“ aus Berlin auftritt. Es war aber sehr schwierig eine Location, in der sie hätten spielen können, zu finden. Das war echt traurig, weil wir unbedingt einen Gig für die Band besorgen wollten. In Schwäbisch-Gmünd gibt es eigentlich nur einen Veranstaltungsort, wo man Punkrockshows besuchen kann. Die Veranstalter planen dort aber immer für 6 Monate im Voraus. Es ist überhaupt fast unmöglich dort einen Gig zu bekommen.


Inwiefern sind Frauenbands wichtig für die Musikszene?


Sie sind wichtig, weil sie zum Einen ein ganz anderes Soundfeeling mit einfließen lassen und weil sie zum Anderen noch zusätzliche Perspektiven integrieren können. Immer nur Musik zu hören, die von Männern geschrieben wurde, ist für mich eben auf Dauer echt langweilig geworden. Was ich an der Szene auch störend finde, ist dass man immer wieder Frauen antrifft die diese Musik nur hören weil es Ihre Partner tun. Ich versuche immer wieder in Gesprächen zu vermitteln, dass die Szene viel mehr zu bieten hat als Konzerte auf denen man sich halb tot säuft.


Organsierst Du selber eigene Konzerte?


Hier in Deutschland klappt das noch nicht so gut wie in Peru mit meinem anderen Label „Entes Anomicos“. Ich organisiere jedes Jahr ein großes Festival mit Bands, Essen, und einem Musikmarkt. Das war bisher immer eine sehr bereichernde Erfahrung, aber manchmal auch sehr stressig. Es hat aber trotzdem viel Spaß gemacht.


Wer sind Deine Labelpartner?


Unsere erste Veröffentlichung wurde zusammen mit zwei anderen Labels names Matula Records (Deutschland) und Dirty Records (Peru) coproduziert. Diese Platte war eine Compilation mit 23 Bands. Sie ist momentan ausverkauft, aber wir werden den zweiten Teil bald veröffentlichen.


Hast Du Transgender- oder Queerbands, da diese ja einen festen Bestandteil der Riot Grrrl Bewegung darstellen, unter Vertrag?
Traurigerweise nicht. Ich hab versucht solche Bands auf South Pole Recs zu unterstützen, aber es ist einfach so verdammt schwierig überhaupt nur eine zu finden. Ich habe viel im Internet nach solchen Bands geforscht, aber bin dabei auf kein Ergebnis gestoßen.

Wie hat, von Deiner Perspektive aus gesehen, die Punk/HC Szene in Gmünd zu bieten?


Gmünd ist für mich einfach eine verdammt kleine Stadt, aber irgendwie gibt es hier trotzdem immer irgendwas womit man sich beschäftigen kann. Es wird Dir dort zum Beispiel viel Streetpunk geboten (sehr viel mehr als HxC).Ich kenne hier ein paar Leute die auf Melodic HC, oder auf EMO stehen aber an den Wochenenden spielen trotzdem immer fast nur Oi –oder Streetpunkbands. Ich finde das zwar grundsätzlich nicht schlecht, aber ich würde mir schon wünschen mal andere Konzerte besuchen zu können.


Wo gehst Du denn an den Wochenenden so aus? Hast du irgendwelche Lieblingsclub in Gmünd?


Nun, es gibt das Esperanza wo man sich günstig Shows anschauen kann und man sich auf ein Bier trifft. Ich gehe regelmäßig in einen kleinen Pub, in dem man günstige Getränke bestellen kann und im Hintergrund schöner Alternativesound läuft.

Inwiefern bist Du ein aktives Mitglied Deiner lokalen Szene?

Ich versuche die Leute immer wieder durch Gespräche zu motivieren am Ball zu bleiben und versuche den Veranstaltern unter die Arme zu greifen. Ansonsten verkaufe ich öfters Releases auf Kassette oder CDs.


Was ist Deiner Erfahrung nach zu urteilen der Hauptunterschied, bezüglich des Rollenverhaltens, zwischen deutschen und peruanischen Frauen?


In Lima, so wie eigentlich in ganz Lateinamerika, ist es typisch für die Frauen die Hausmütterchenrolle einzunehmen. Das ist aber eine Sache die eigentlich nicht ausstehen kann. Es wird noch immer ein archaisches Gesellschaftssystem aufrechterhalten, in dem Frauen überwiegend für die häuslichen Angelegenheiten verantwortlich gemacht werden. Allerdings muss ich hier dazu erwähnen, dass es durchaus regionale Unterschiede gibt und sich bezügliche dessen in den Städten schon sehr viel getan hat.


Caros Palacios, Ich bedanke mich herzlich für das Interview und wünsche Dir viel Erfolg.


Links:
http://www.clik.to/southpolerecs
http://www.myspace.com/southpolerecords

Interview: Annabell Weimar

Tuesday, November 13, 2007

Sunday, November 04, 2007

Bilder vom Day For Day Konzert in BaLingen.


Der Bären ist eine der letzten Kneipen, in denen noch geraucht wird. Die Aufmachung ähnelt der eines Pubs: An den Wänden hängen Werbeschilder für Britische Biersorten, eine Geige und eine Querflöte wurden kunstvoll zur Zierde angebracht. Die Kneipe wirkt aufgrund der Holzverkleidung, den geringen Abständen zwischen den einzelnen Sitzgruppen, und der der Gäste zum Tresen, sehr rustikal. Die Bedienung war angenehm zuvorkommend und die etwas älteren Herrschaften im Rockeranlitz wirken nicht wie fehl am Platz. Day For Day spielten jedenfalls für ein reiferes Publikum(20 aufwärts) und der Veranstaltungsort passt auch zur Akustikshow der punkigen Rockband. Zwischen den life gespielten Tracks lief knüppelharte Strom-gitarrenmusik. Das volle Brett aufs Ohr, so wie es sich für so eine schwäbische Kleinstadtkneipe eben gehört, in der vollbärtige , karomusterhemdtragende "Arbeiter" zum entspannen nach der Schicht viel Zeit vor ihren gefüllten Biergläsern, Löcher in die Luft starrend und überm Tresen hängend, verbringen. Hi und da wurden die Melodien auch durch Orgelklänge gespickt und die die Musik mutete etwas Souliges an.

Day For Day haben sich seit ihrem letzten Albumrelease jedenfalls stark entwickelt. Ich habe sie bisher nur mit ihren Akustikversionen live gesehen. Was ich jetzt nun schon zweimal angeschaut und angehört habe wirkt auf mich sehr viel ausgetüftelter, ausgereifter und erwachsener als das, was in meiner Stereoanlage vor gut anderthalb Jahren lief.

Wer Day For Day verpasst: Selber schuld!



Das erste Bild habe ich auf einer Hochzeit gemacht. Michael hat mal ausnahmsweise kein Mikro vorm Gesicht.














Ja, ja schenkt mir ein Stativ und einen Kamera, die diese Bilder hätte besser auflösen können.

Tuesday, October 30, 2007

Dear All, I am staying for some 12 months in Nottingham.

My exchange year starts in January. As soon as I can I will produce Rocketoire in the UK.

Regards, Annabell

Saturday, October 06, 2007

PUNK UND POLITIK

Punk und Politik Radiointerview
Body: Send in the Clowns haben ja ein Interview mit Martin Büsser geführt und daraus eine Radiosendung produziert.

Jetzt wird das Interview im Radio gesendet und zwar im freien Radio Wüste
Teil 1: Samstag, 6.10., 14- 15 Uhr (Wdh. Dienstag, 9.10. 23-0 Uhr)
Teil 2: Samstag, 20.10., 14- 15 Uhr (Wdh. Dienstag, 23.10. 23-0 Uhr)
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ROCKEN!!
Send.in.the.clowns!
- DIY Punk- / Hardcoreshows in Tübingen -
www.sendintheclowns.de.vu

Wednesday, September 26, 2007

Kaputt in Tübingen - Spiess und Weise lesen Charles Bukowski
Am Sonntag, 30.09.07 lesen Spiess und Weise in der Kulturkneipe Ritter in Tübingen, Stadtgraben 25. Dabei haben sie kaputte Short Stories und Gedichte vom Altmeister persönlich. Beginn ist um 19.30 Uhr, auflegen wird wie immer DJ Shandog.

Schellingstraße Tübingen

hier mal wieder ein kleiner Veranstaltungshinweis der send.in.the.clowns:
Am 29.09. (das ist dieser Samstag!) werden Never Built Ruins aus Freiburg/Stuttgart/Basel und Lights Out! aus Stuttgart unsere und hoffentlich auch Eure Herzen höher schlagen lassen.
Never Built Ruins machen Hardcore mit unüberhörbarer Krustenkante, aber auch Oldschool Elementen. Anzuhören unter: www.myspace.com/neverbuiltruins
Davor werden Euch Lights Out! mit thrashigem Punkrock à la Black Flag, Circle Jerks, Dean Dirg oder vielleicht sogar Hives begrüßen. So hört sich das an: http://www.myspace.com/lightsoutpunk

Als besonderes Schmankerl wird es eine Mixtapetauschbörse geben: Wer eins mitbringt, darf sich dann ein anderes aussuchen. Also fleißig aufnehmen und bis Samstag!

Sunday, September 23, 2007

Black People for punk gigs.

Lately we have discussed the idea of making ads for people who are black with couple of colleague of my community. My idea was to make them feel welcome and to encourage them to come to the punk rock gigs. That has to do with my assumption that flyers have and influence on people’s notions of subcultures. Now, a friend of mine said that it is stupid to make such "special" things because for him it is actually an epitomy of racism. I wrote an e-mail to James Spooner, the director of Afropunk, be cause I wanted to interweave his ideas.

"Well first of all it is good that you are having these discussions. It is the only way to break down racism.
The fact that we have put on shows with hundreds of black people, most not punks but blacks who are curios, proves alot. On top of that , the black people in Europe are more open minded that us here in the states. Our history of slavery being so recent effects the mentality here.

I dont htink you should make special flyers for black poeple. We dont need it explained to us. What you do need to do is simply inivte them. You want any demographic at your shows invite them. Afropunk is sucessful because we simply invited blacks to come. We invite everyone but:We go out of our way to mark to black people. The way you would if you saw a kid with a patch on his bag I will run across the street to give a flyer to a kid who looks like he or she may be open to new things. How do you spot em?Just open your eyes. It becomes clear.

James"

Saturday, September 22, 2007

Sunday, September 16, 2007

Cineslam Tübingen

Schickt dem Kino Arsenal in Tübingen bis zum 3. Oktober Kurzfilme !!!
Der Slam findet dann am 10.10.2007 ab 20.30 Uhr statt(wie gehabt im Kino Arsenal. ).


Filme sollten allerhöchstens 15-20 min lang sein; je kürzer desto besser. Der Regisseur oder sein Vertreter sollte auf jeden Fall an diesem Abend anwesend sein. Bring Eure Filme ins Kino ist das Motto und der Gewinnerfilm läuft im Kinoprogramm als Vorfilm (für einen Monat). Falls Ihr noch mehr Infos brauchst, unter www.cineslam.de findest Ihr die Spielregeln... mit Überraschungsfilm, der noch vom Publikum nachgereicht werden kann.

Friday, September 14, 2007

Sa. 22.09.07 14- 15 Uhr + Di. 25.7.07 23-00 Uhr
Ralf on Fyre von den Stereo Satanics und Redakteur von Kickin- Ass kommt zu Rocketoire.
Wir spielen viele seiner Platten, die "mindestens 40 Jahre alt" sein müssen und stimmen Euch auf das Konzert im Bierkeller, das am 28ten stattfinden wird ein.

Tuesday, September 11, 2007

Monday, September 10, 2007

Rocketoire empfiehlt wärmstens:

" Montag, 10. September 2007 • 23.00 - 1.00 Uhr
ROCK'N'ROLL MIT REVEREND REICHSSTADT

Seit nunmehr genau elf Jahren verbreitet Stuttgarts Rock'n'Roll-Hass-Prediger REVEREND REICHSSTADT seine Mission schon per Rundfunk, definiert dabei den Begriff "Rock'n'Roll" jedes Mal aufs Neue auf seine ganz eigene Art und beschimpft seine Hörer!

Passend zum Konzert mit THE SATELLITERS am Freitag, dem 28. September im Club Zwölfzehn in Stuttgart (siehe: http://www.trash-a-go-go.de/2007/satelliters) wird es in der heutigen Radiosendung von REVEREND REICHSSTADT schwerpunktmäßig 60's-Garage-Rock'n'Roll zu hören geben - und zwar sowohl von "zeitgenössischen" Bands als auch von "Künstlern" aus den 60er Jahren! Dabei werden unter anderem Bands wie THE TITTY TWISTERS ORCHESTRA, COOL JERKS, THE HARA-KEE-REES, THE ELEKTRAS, THE SATELLITERS, LOS FRANCO NEROS, THE HENTCHMEN, THE SEVENS, LOS SHAIN'S, LOS SLEEPERS und LOS MONJES zum Zuge kommen.

Den Rock'n'Roll-Hasspredigten von REVEREND REICHSSTADT kann man (und frau!) übrigens nicht mehr nur über Antenne in der Stuttgarter Innenstadt und im Kabelnetz im Großraum Stuttgart lauschen, sondern auch in den Großstadt-Schluchten von New York und im Dschungel von Borneo: Das Freie Radio für Stuttgart ist nämlich heutzutage weltweit per Livestream im Internet zu empfangen - nähere Infos dazu gibt es unter http://frs.kumbi.org/homepage/empfang.php

Freies Radio für Stuttgart
UKW 99,2 MHz (Antenne) • UKW 102,1 MHz (Kabelnetz) • Livestream im Internet: http://frs.kumbi.org/homepage/empfang.php"

Immer jeden zweiten Montag- Radiosendung Coreprobe!




"Hallo allerseits,

die gewohnte Ansage an dieser Stelle: heute um 21 Uhr gibt es eine weitere Ausgabe der COREprobe. Inhalt in dieser Runde: ganz viele neue Platten!



Wir haben u.a. das neue Album "Initiale" von Escapado dabei, welches erst am 28.09.07 erscheint. Ebenfalls dabei haben wir die neuen Platten von Antitainment, Shock Cinema, Neaera, Modern Life Is War, Chuck Ragan (ex- Hot Water Music) und natürlich noch viel mehr!

Bedanken möchten wir uns für die zahlreichen Rückmeldungen, die wir auf unsere letzte Sendung mit dem Turbostaat-Interview bekommen haben! Wir freuen uns auch weiterhin über Rückmeldungen und werden in der Sendung unsere nächsten Interviewpartner bekanntgeben. Seid gespannt...

Onlinestream wie immer über tonkuhle.de

Ein Tipp: wenn Ihr keine weitere COREprobe mehr verpassen wollt, abonniert doch einfach unseren Blog hier auf MySpace, dann bekommt ihr vor jeder Sendung automatisch eine kurze Nachricht! Einfach hier klicken.

Bis zur Sendung,


die COREprobe


PS: Alle Infos (Playlisten, Onlinestream etc.) über www.myspace.com/coreprobe

PPS: Weitersagen aka Repost!"

Saturday, September 01, 2007

20.10.07 ab 22 Uhr: Grrrl Monsters, Queen Bitches und Fetisch Lolitas

Radiospecial mit Rocketoire und den Frauen von Pfauenspinnereien.
Grrrl Monsters, Queen Bitches, und Fetisch Lolitas:

Mädchen und junge Frauen in Subkulturen

Hi Everybody,
I am sorry to have confused Zwölfzehn with Kellerclub.

However, Texas Terri´s gig was in the Kellerclub in Stuttgart.

Thanks, annabell

Thursday, August 30, 2007

Konzertreview

Texas Terri im Kellerclub in Stuttgart.






Sehr schön, die im kulturellen und ästhetischen Bereich radikale Texas Terri hat mal wieder ihr bombastisches Selbstbewusstsein zur Schau gestellt und die buntgemischte Crowd mit gegrölten Sprüchen wie " I ´ll bring you to the top, to top, to the top, to the toooooooooooop " heißgekocht. Texas Terri steht auf freie Liebe und scheinbar auch auf Genderfuck und propagiert dies auch mit provokanten Aussagen wie (in etwa): " without free love you are like a slave!". Das soll nicht bedeuten, dass Frauen nicht auf mehrere Beziehungen gleichzeitig stünden, Polygamie ist dennoch ein Wunsch, der fälschlicherweise dennoch öfters von Männern erwartet wird--oder, den sich Frauen tendenziell selber nicht eingestehen können. Jedenfalls bietet sie eine echt kernige Show und im Publikum befinden sich auch, nach meinen Erfahrungen, nicht gerade die gutbürgerlichsten Leute. Die KonzertgängerInnen waren sehr aktiv mit am pogen, saufen, krächzen und schreien (kurz: Feiern) und hattem nicht, wie viele Leute im Schocken am selbigen Abend, eine Kinogängermentalität( passiver Konsum). Mir hat die Stimmung jedenfalls sehr gut gefallen und die Tatsache, dass das Kellerclub einfach nur minimalistisch eingerichtet ist hat auf mich sehr befreiend gewirkt.
Vielleicht ist an Feng Shui doch was dran und die Raumausstattung wirk entweder wie Imagineering, oder lässt eben mehr Spielraum für ein persönliches Empfinden.
Ich hatte den Eindruck, als könne die Band durch die Abwesendheit von aufwändigem und schnörkeligem Design ihren eigenen Stil sehr viel besser zur Geltung bringen.

Es hat sich jedenfalls sehr gelohnt, auf das Konzert zu gehen.

The Gossip im Schocken:









"Milch und Fleisch, Fleisch und Milch, Stuttgart besteht aus Fleisch und Milch"

Live sind The Gossip wesentlich punkiger als auf Platte. Erstens grölt Beth auf der Bühne, zweitens war sie ganz entgegen meiner Erwartungen heiser, drittens schwitzt sie ihre nicht sehr auffälligen Klamotten pietsche patsche nass und kümmert sich nicht drum. Darüber hinaus, zieht die Fronfrau die Aufmerksamkeit des Publikums magisch auf sich und sie nimmt, wie als wäre das ganz selbstverständlich, beinahe das gesamte Bühnenbild für sich ein. Sie hat keine herablassenden Starattitüden, was man ganz eindeutig daran erkennen kann, dass sie auch mal von der Bühne heruntersteigt. Sie hält sich in der Regel auch nicht mit Danksagungen zurück: "Thanks for making my life so wonderful!", ist Teil des Programms. Eigentlich ist mir erst gegen Ende des Konzerts aufgefallen, dass ich die Schlagzeugerin nicht wahrgenommen habe. Von Beths Stimmgewalt und ihrer Schlagfertigkeit, die sie in ihre etwas zynisch bis stoffeligen Art ausdrückt, war ich sehr beeindruckt. Das Publikum fand ich allerdings etwas zu passiv, es waren auch in erster Linie schick, nobel und moderat wirkende Leute da. Vielleicht rächt sich das nun, dass die Platte eben doch sehr eingängig ausgefallen ist und eigentlich keine musikalische Brüche vorkommen. Ich hatte manchmal den Eindruck, ich sei auf einer Ausstellung gelandet bzw. im Kino und als hätte das Publikum nichts mit der Stimmung zu tun; das mag allerdings an der eher gemäßigteren Vorband gelegen haben, die zusätzlich auch keinem Popanspruch gerecht wird. Irgendwann waren die Konzertgänger doch aufgewärmter, nur leider gab es wenig Raum zum austoben. Ein Encore gab es auf Drängen des Pulikums hin schon, allerdings wurde die Beths Stimme immer dünner. Minuspunkte gebe ich dem Schocken dafür, dass die Location erstens einfach unagenehmen voll war und zweitens die Heizkörper, ohne ersichtlichen Grund, voll aufgedreht waren und die Fenster, im ersten Stock, sperrangelweit geöffnet standen.

The Gossip sind live einfach toll, die äußeren Umstände waren allerdings suboptimal und haben einen bitteren Beigeschmack hinterlassen.